Kreuzberg und die Migration
KreuzbergKreuzberg, das war in den siebziger Jahren vor allem billiger Wohnraum. Dunkle Hinterhöfe, heruntergekommene Wohnungen, oft mit Außentoiletten, der Abriss schien beschlossene Sache. Vermietet wurden diese Wohnungen in der Zwischenzeit an Arbeitskräfte, die im Ausland angeworben wurden und die seit den sechziger Jahren als „Gastarbeiter“ auch nach Berlin kamen. Sie prägten den Bezirk nach und nach neu, holten ihre Familien nach. Türkische Lebensmittelläden und Imbisse eröffneten, auf den Höfen, auf den Trümmergrundstücken und in den Straßen spielten wieder Kinder. An den Grundschulen im Südosten Kreuzbergs gab es bald mehr türkische als deutsche Schülerinnen und Schüler. Auf dem Mariannenplatz wurde mit türkischer Folklore gefeiert.
Fotos aus den achtziger Jahren (C) Ulrich Horb (Nutzungsrecht auf Anfrage unter info@ulrich-horb.de):
Im heutigen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg liegt der Anteil von ausländischen Staatsangehörigen an der Bevölkerung bei 30,5 Prozent. Berlinweit stieg die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund (Ausländer + Deutsche mit Migrationshintergrund) 2024 auf 41,7 % (2024: 41,1 % und 2023: 39,7 %). Die meisten lebten in den Bezirken Mitte (59,0 %), Neukölln (52,2 %) und Friedrichshain-Kreuzberg (50,1 %).
Ähnliche Beiträge
Anzeigen
Kategorien
- Berlingeschichte (18)
- Charlottenburg-Wilmersdorf (3)
- Handwerk (2)
- Intern (2)
- Kreuzberg (7)
- Kultur (5)
- Mitte (2)
- Neukölln (2)
- Schöneberg (4)
- Stadtleben (10)
- Tempelhof (1)
- Treptow-Köpenick (1)








































































Schreibe einen Kommentar