Kreuzberg und die Migration
KreuzbergKreuzberg, das war in den siebziger Jahren vor allem billiger Wohnraum. Dunkle Hinterhöfe, heruntergekommene Wohnungen, oft mit Außentoiletten, der Abriss schien beschlossene Sache. Vermietet wurden diese Wohnungen in der Zwischenzeit an Arbeitskräfte, die im Ausland angeworben wurden und die seit den sechziger Jahren als „Gastarbeiter“ auch nach Berlin kamen. Sie prägten den Bezirk nach und nach neu, holten ihre Familien nach. Türkische Lebensmittelläden und Imbisse eröffneten, auf den Höfen, auf den Trümmergrundstücken und in den Straßen spielten wieder Kinder. An den Grundschulen im Südosten Kreuzbergs gab es bald mehr türkische als deutsche Schülerinnen und Schüler. Auf dem Mariannenplatz wurde mit türkischer Folklore gefeiert.
Fotos aus den achtziger Jahren (C) Ulrich Horb (Nutzungsrecht auf Anfrage unter info@ulrich-horb.de):
Neukölln, Karl-Marx-Straße
NeuköllnDie Karl-Marx-Straße ist die zentrale Einkaufsstraße des Berliner Bezirks Neukölln. Sie führt vom Hermannplatz bis zur Grenzallee. Unterirdisch verkehrt auf der Strecke die U-Bahnlinie 7.
Happy Go Lucky Hostel: Alles nur Fassade?
Charlottenburg-Wilmersdorf84 Zimmer hat das Happy Go Lucky Hotel + Hostel Berlin am Stuttgarter Platz 17 nahe dem S-Bahnhof Charlottenburg. Und es hatte – lange Zeit zumindest – eine einzigartige Fassade.
Tempelhof, Gartenstadt
TempelhofDie Gartenstadt Tempelhof ist eine idyllische und von einem Grüngürtel durchzogene Wohnsiedlung westlich des ehemaligen Tempelhofer Flughafengeländes. In der NS-Zeit erhielt sie den Beinamen „Fliegerviertel“. Drei Jahre vor Beginn des 2. Weltkrieges hatten die Nationalsozialisten den 21. April 1936 zum „Tag der deutschen Luftwaffe“ erkoren und 16 Straßen in der ab 1911 errichteten Gartenstadt Tempelhof nach Fliegern des 1. Weltkriegs benannt. Am 21. April 1918 war der Jagdflieger Manfred von Richthofen ums Leben gekommen. Nach ihm wurde eine der großen Straßen des Viertels benannt.
Schmargendorf, Künstlerkolonie
Charlottenburg-WilmersdorfIn unmittelbarer Nähe zum Breitenbachplatz, zwischen Südwestkorso, Laubenheimer Straße, Kreuznacher Straße und Steinrückweg, entstand Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts eine Wohnsiedlung, die Bühnenangehörigen sowie Schriftstellerinnen und Schriftstellern preiswerten Wohnraum bieten sollte.
Treptow-Köpenick, Tuschkastensiedlung
Berlingeschichte . Treptow-KöpenickDie Fassaden sind bunt und schrill. Die Gartenstadt Falkenberg im Ortsteil Altglienicke von Treptow-Köpenick, entworfen von Bruno Taut, hat sich mit ihrer fröhlichen Farbigkeit den Beinamen „Tuschkastensiedlung“ erworben. Als älteste von sechs Wohnsiedlungen der Berliner Moderne wurde sie im Juli 2008 in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen.





